Der Narzisst
und die Frauenwelt
Emotionale Gewalt und die Folgen des Missbrauchs in toxische Beziehungen von Evelina Blum
219
Deutsch
01.04.2018
4.5/5
Über mein Buch
Am Anfang ist es die große Liebe, doch unbemerkt verwandeln sich manche Partnerschaften in ein Netz aus Manipulation, Zweifel und Entwertung.
Mein Buch, in dem ich eigene Erfahrungen und Beobachtungen einbringe, richtet sich an Frauen, die in den Bann eines Narzissten geraten sind.
Die unsichtbaren Mechanismen emotionaler Gewalt und den Weg dahin, habe ich mit vielen Beispielen unterlegt und so sichtbar gemacht. Detailliert zeige ich das ungute Zusammenspiel zweier Personen auf und verleihe dem psychischen Missbrauch aus verschiedenen Blickwinkeln ein Gesicht, das tief betroffen macht.
Ein Buch, das Augen öffnet, obwohl die gleichen Augen den Missbrauch schon längst gesehen haben. Es beginnt harmlos:
- Manipulation und psychologische Kontrolle
- Idealisierung, Abwertung und emotionale Abhängigkeit
- Isolation und schleichender Verlust der eigenen Grenzen
- Der Kreislauf der Gewalt und seine Folgen
Blick ins Buch
Vielleicht erkennen Sie sich schon nach ein paar Sätzen wieder.
Schmerz und Selbstzweifel
Ein schiefer Blick hier, ein Augenrollen da, ein kleiner Seitenhieb und schon ist wieder der gesamte Tag verdorben. Der Aggressor verbreitet kaum spürbar das Gefühl, dass nur er die Situation beherrscht. Pauschalisierte Sätze fliegen der Partnerin entgegen, die sie nicht einordnen kann. Vielfach handelt es sich nur um Kleinigkeiten, die seinen Unmut erregen. Trotzdem macht sich ein diffuses Gefühl breit. Die Fernsehzeitung ist weg, die Kinder sind zu laut und schon beginnt die betroffene Frau sich unwohl zu fühlen. Später wird dieses Gefühl zur Normalität. Sie fühlt sich für alles verantwortlich, was in der näheren Umgebung des Aggressors passiert. In seinem Gesicht versucht sie abzulesen, wie sie ihren Tag retten kann, bevor dieser wieder abgleitet. Sie hasst diese verlorenen Tage voller Schmerz und Selbstzweifel.
"Du bist schuld"
In einer narzisstischen Beziehung nehmen Schuldgefühle ungewöhnlich viel Raum ein. Der Aggressor spielt mit ihnen wie mit einem Ball und verteilt sie wie Bonbons. Die Partnerin ist zu wenig perfekt, zu egoistisch, zu passiv, zu laut oder einfach nur zu falsch. Kurz: Die Partnerin lebt ständig in dem Gefühl nicht gut genug zu sein. In der Nähe des Aggressors kann die Betroffene deshalb nur selten gegen das eigene Gefühl arbeiten, sie sei fehlerhaft. Selbst wenn sie sich dieser Dynamik völlig bewusst ist, kann sie sich dem kaum entziehen. Ist er anwesend, fühlt sie sich unwohl.
"Der Aggressor steuert dieses Gefühl unmerklich mit seinen Blicken und kleinen Gesten. Da diese Aggression unterschwellig stattfindet, ist sie selten beweisbar und zeigt doch ihre Wirkung. Um keine negative Reaktion hervorzurufen, die wieder zu Unfrieden führt, passt sich das Opfer an. Die betroffene Frau wird zunehmend verunsichert und gibt dem Aggressor in vielen Fällen zu schnell nach."
Kommt es zu Konfrontationen und eskalieren die Anschuldigungen, fühlt sie sich klein und unbedeutend. „Er tut alles für die Beziehung, weil er ein liebenswerter Mensch ist.“ „Den sie aber bald verlieren wird, wenn sie sich weiter so egoistisch verhält.“ „Sie provoziert ihn bewusst und ist schuld, wenn er sich wehren muss.“
Sollte die Partnerin diesen perversen Inszenierungen länger ausgesetzt sein, glaubt sie es fast selbst.
Statt sich loyal und angemessen zu verhalten, traktiert der Aggressor seine Partnerin fortwährend mit ihren Unpässlichkeiten und erwartet Reue. Entspricht ihr Handeln nicht seinen Erwartungen, versucht er ihr Schuldgefühle einzureden. Kommt es zu offenen Auseinandersetzungen, werden die dahinterstehenden Gedanken endlich ausgesprochen. „Sie arbeitet nicht genug und ist faul.“ „Sie benimmt sich nicht richtig und verzieht die Kinder.“ „Er arbeitet hart für die Familie und sie lässt sich gehen.“
Das perfide daran ist, dass auch hier keine klar definierten Anklagepunkte genannt werden. Wenn die Beschuldigte nachfragt, bekommt sie nur selten eine ausreichende Antwort. „Warum benimmt sie sich nicht richtig?“ „Warum lässt sie sich gehen?“ Seine Beschuldigungen können so kaum widerlegt werden. Zudem sind sie oft völlig aus der Luft gegriffen und treffen nicht zu. Verlangt die Betroffene Beispiele, kann er nur selten etwas Konkretes vortragen. Trotzdem erzielt der Aggressor die erwünschte Wirkung mit diesen Angriffen: Der andere setzt sich pausenlos mit seinen Äußerungen auseinander und überlegt noch lange, ob sie berechtigt sind.
"Dass der Aggressor in seinen Anschuldigungen hauptsächlich von sich selbst spricht, wird natürlich vollkommen übersehen. Da er sich in seiner Partnerin spiegelt, ist vieles nur ein Spiegel seiner eigenen Gefühlswelt."
Statt diese Tatsache zu berücksichtigen, übernimmt die betroffene Frau seine destruktives Denkstruktur und fühlt sich schuldig, obwohl es gar keinen ausreichenden Grund dafür gibt.
Schuldgefühle und die Folgen
Viele Opfer von Narzissten wurden schon früh in der Kindheit sensibilisiert in diese Richtung zu denken und keine hohen Ansprüche mehr zu stellen. Die Opfer haben eine geringe Erwartungshaltung, nehmen sich selbst weniger wichtig und verzichten deshalb auf vieles. Sie zeigen schon im Vorfeld eine große Neigung etwas aufzugeben, was den anderen eventuell stören könnte und gehen davon aus, dass etwas Bestimmtes von ihnen erwartet wird, obwohl noch gar keine Bitte vorgetragen wurde.
...
Leserstimmen
"Von Herzen einen lieben Dank an die Autorin. Die Zusammenhänge werden hier auf eine Weise erklärt, die vieles plötzlich verständlicher macht und neue Sichtweisen eröffnet. Gerade wenn man selbst in einer toxischen Beziehung steckt, kann dieses Buch eine große Stütze sein. Wer wirlich hinsehen will, findet hier genug Beispiele, die reichen, um sich aus einer zerstörerischen Beziehungen zu befreien."
"Oft kann man sich kaum vorstellen, dass solche schlimmen Dynamiken in einer Beziehung überhaupt möglich sind, bis man selbst drin steckt. Die verständlichen Erklärungen können dabei helfen, Warnzeichen früher zu erkennen, um besser zu verstehen, was wirklich in der eigenen Beziehung passiert. Eine wertvolles Buch für alle, die toxische Beziehungen besser verstehen wollen."
„Dieses Buch kann sichtbar machen, was man selbst nicht wahrhaben will. Man hält lange an der Hoffnung fest, dass hinter allem doch noch ein guter Mensch steckt und sich irgendwann alles zum Guten wenden wird. Beim Lesen erkennt man dann: Es reicht. Eine aufrüttelnde Lektüre für alle, die anfangen möchten, ihre eigene Situation klarer zu sehen. Ich wünsche allen Betroffenen viel Kraft.“
eBook bestellen
Mein eBook ist auf verschiedenen Plattformen erhältlich:
THALIA
AMAZON
GOOGLE-BOOKs
XINXII
Kontakt aufnehmen
Fragen und Anliegen
Haben Sie Fragen zu meinem Buch oder haben Sie ein anderes Anliegen? Hier können Sie mit mir Kontakt aufnehmen.
